Rumänische
Kammermusikabende
in Berlin, 2008
DAS PROJEKT

Rumänische Kammermusikabende in Berlin – eine Tour zur Förderung der rumänischen Interpretationskunst – besteht aus einer Reihe von drei Kammermusikkonzerten in Berlin, in denen weltberühmte Künstler spielen werden.

Die Konzerte werden in folgenden Sälen stattfinden: im Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal (am 23. September), im Konzertsaal der Universität der Künste Berlin (am 15. Oktober) und im Musikinstrumenten-Museum Berlin, Curt-Sachs-Saal (am 25. November).

Um dieses Projekt in das Berliner Musikleben zu integrieren, wird das Projekt am 15. Oktober zusammen mit zwei Sondergästen des Enescu-Tage-Festivals, das im Konzertsaal der UdK Berlin stattfindet, veranstaltet werden. Das Projekt wird aus Mitteln des rumänischen Ministeriums für Kultur und Religion durch das Programm „Promocult 2008" finanziert.

Wir haben Berlin gewählt, weil es zweifelsfrei eine der wichtigsten Kulturhauptstädte der Welt ist. Die rumänische Interpretationskunst wird somit auf höchster Ebene auftreten können.

Sehr viele rumänische Künstler haben ihre Interpretationsausbildung in Deutschland in den letzten Jahrzehnten vollendet. Manche von ihnen sind heute Professoren an deutschen Musikhochschulen oder bedeutende Mitglieder großer deutschen Orchester. Andere wiederum sind sehr erfolgreiche Solisten in Berlin und in anderen deutschen Städten.

Somit schlägt unser Projekt die Aufführung rumänischer Musikwerke im europäischen Kontext in drei Konzerten in Berlin vor. Die Darbietungen hervorragender Musiker wird dem Auditorium ein vollständiges Bild der hohen Qualität der rumänischen Kultur vermitteln.


DAS MINISTERIUM DER KULTUR UND RELIGION – RUMÄNIEN


„Promocult 2008” ist ein durch das rumänische Ministerium der KuLtur und Religion finanziertes  Programm, dessen Ziel die Förderung der gegenwärtigen rumänischen Kultur ist. Zu diesem Zwecke werden kuturelle Projekte und Aktivitäten veranstaltet, in Bereichen wie Bildkunst, Schauspiele, Film und Literatur, so dass die  Schöpfer die Gelegenheit erhalten, ihr Werk bekannt zu machen und es in den Staaten der EU vorzustellen.

Wenn das Jahr 2007 das Jahr der wichtigen kulturellen Veranstaltungen war, sagte der Minister Adrian Iorgulescu, mit Bezug auf das Projekt „Hermannstadt – Europäische Kulturhauptstadt”, das “George Enescu”-Festival und das Programm “PromoCult”, dann wird 2008 das Jahr der wichtigen Investitionen in die kulturelle Infrastruktur sein.

Philharmonien, Opern, Bibliotheken, Theater und nationale Museen aus Bukarest und anderen Städten werden Erneuerungsmaßnahmen unterzogen.
Andere Aktiviäten des Ministeriums im Jahre 2008 sind die Teilnahme an dem Karneval in Venedig und an den “Kul­turellen Olympischen Spielen” in Beijing, die parallel zu den Olympischen Spielen veranstaltet wurden, Ankäufe und Auftritte auf nationale und internationale Buchmessen, Beiträge für die Erstellung der Rumänischen Digitalen Bibliothek und die Einführung einer Nationalen Auszeichnung für Künste, die für jede der sieben Künste erteilt werden soll.

Darüber hinaus wird das Ministerium an der Neudefinierung des kulturellen Profils der Bukarester Altstadt beitragen; Minister Iorgulescu erkennt eine doppelte Funktion dieses Raumes: einerseits Bankenzentrum und, andererseits, Kulturzentrum, mit Theater- und Konzertsälen, Cafes, Geschäften, Kustgalerien etc.Zur Zeit werden 57 Aktivitäten aus dem Projekt Europäisches Jahr des Interkulturellen Dialogs abgewickelt.

Im Jahre 2008 wird das Ministerium der Kultur prioritär sowohl das Nationale Programm für Archäologische Forschung, als auch die Programme “Schönes Rumänien” und “Schönes Bukarest”, oder das Programm für die Rettung des Tonmaterials des Rumänischen Rundfunks und das Rettungsprogramm des immateriellen nationalen Vermögens unterstützen.

Gemäß der Aussagen des Ministers Adrian Iorgulescu hat das Ministerium für das Jahr 2008 das größte Budget seit 1990, fast 1% des aktuellen BNP (aus der Pressekonferenz des Ministers vom 15.01.2008).

Finanzberater:  Luxandra Mihalcea
Künstlerischer Leiter: Karina Şabac
Koordinierender Assistent: Bruno Mastan
Koordinator: Dr. Călin Şabac
Graphiker: Florin Georgescu
Musikwissenschaftlicher Berater: Anca Florea






Der Erfolg der Berliner Enescu Tage 2005 anlässlich des 50. Todestages des Komponisten George Enescu hat zur diesjährigen  Neuauflage des Festivals geführt, das nunmehr nicht allein unter dem Zeichen des rumänischen Komponisten, sondern auch seiner beiden Mentoren Johannes Brahms und Gabriel Fauré steht.

Am 14., 15. und 21. Oktober werden die Werke der drei Meister in unterschiedlichen
kammermusikalischen Formationen im Joseph-Joachim Saal der Universität der Künste Berlin
in der Bundesallee 1-12 ab jeweils 19:30 Uhr erklingen.

Dem Berliner Publikum neue und bekannte Klänge, dargeboten von neuen und bekannten Künstlern, schlagen Brücken zwischen dem deutschsprachigen und dem französischen Musikraum. Aufgewachsen und ausgebildet im Wien eines Johannes Brahms und musikalisch vervollkommnet in der Pariser Meisterklasse Gabriel Faurés,
war Enescu bereits um die Wende zum 20.

Jahrhundert ein gesamteuropäischer Komponist. In seiner Musik findet sich eine Synthese aus den Musiktraditionen Frankreichs,  Österreichs, Deutschlands und seines Heimatlandes Rumänien, ein Stil, den Götz Friedrich  als „Vorform einer wirklich europäischen Musik“ bezeichnete.